Trage
Verantwortung

Fair shoppen – aber wie? Mit dem Kauf von fair und ökologisch produzierter Kleidung trägst du direkt dazu bei, dass sich Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Entwicklungsländern nachhaltig verbessern und unsere gemeinsame Umwelt nicht zerstört wird. Du willst dein Konsumverhalten ändern? Hier zeigen wir dir wie:

Fair Shoppen

Mittlerweile werden es immer mehr: Marken, die Kleidung unter fairen Arbeitsbedingungen und ökologisch nachhaltig herstellen. Wie Kleidung fair, ökologisch, klimafreundlich und entlang einer transparenten Lieferkette produziert werden kann, haben wir hier für dich ausgeführt.

Wer mit seiner Kleidung Verantwortung ausdrücken will, der kann zum Beispiel bei Unternehmen kaufen, die bereits jetzt fair produzieren, oder auch mal auf Vintage-Mode und Secondhand zurückgreifen. Denn Kleidung kann oftmals nicht schadstofffrei abgebaut werden. Durch Re- und Upcycling von Textilien wird Müll vermieden. Auch die Qualität spielt eine Rolle: Je länger ein Kleidungsstück hält, desto besser für die Umweltbilanz.

Auf seriöse Gütesiegel achten

Textilien, die sozialverträglich und umweltfreundlich hergestellt werden, werden in Deutschland oft mit Gütesiegeln gekennzeichnet. Doch halten alle Siegel, was sie versprechen? Das kannst du auf www.siegelklarheit.de checken – hier haben wir für dich alle gängigen Siegel nach unterschiedlichen Kriterien geprüft.

Siegel bewerten nicht nur, wie Kleidungsstücke produziert werden, sondern auch ihre Qualität und Haltbarkeit. Dieses Shirt (Link) ist z. B. zertifiziert nach Global Organic Textile Standard, GOTS, und Fairtrade. Mit diesen und weiteren Nachhaltigkeitsstandards arbeiten bereits auch einige Mitglieder des Textilbündnisses.

Nicht jeden Trend mitmachen

Im Durchschnitt besitzt jeder Erwachsene in Deutschland 95 Kleidungsstücke (ohne Unterwäsche und Socken). Jedes fünfte Kleidungsstück wird so gut wie nie getragen. Wir kaufen also mehr, als wir brauchen. Trends ändern sich ständig und oft bleiben schnelle Käufe im Schrank liegen. Überlege dir, ob du jeden Trend mitmachen willst oder doch lieber auf wenige, bewusst gewählte Lieblingsstücke setzt.

Wer seine Textilien gut pflegt, kann deren Lebensdauer oft um Jahre verlängern. Simple Reparaturen beim Schneider oder Schuster können so manchem Kleidungsstück zu neuem Glanz und Chic verhelfen. Jeder fünfte Befragte gibt an, Kleidung dann auszusortieren, wenn sie kaputt ist oder nicht mehr passt. Meistens werden Shirts und Hosen einfach ausgemistet, weil sie aus der Mode gekommen sind.

Vor dem Kauf nachfragen

Bei vielen der Kleidungsstücke, die in unseren Kleiderschränken hängen, wissen wir nicht, ob sie die Resultate von Kinder- und Zwangsarbeit sind, ob sie mit giftigen Chemikalien gefärbt wurden und rund um die Welt gereist sind, bis sie in Deutschland ankommen. Viele Modeunternehmen geben keine Auskünfte darüber, wie ihre Kleidung produziert wird. Dabei sind transparente Produktionsketten wichtig, um sicherzugehen, dass Arbeits- und Umweltstandards eingehalten werden. Dafür setzt sich zum Beispiel das Bündnis für nachhaltige Textilien ein.

Aber auch du kannst aktiv werden: Frag vor dem Kauf nach, unter welchen Bedingungen die Ware hergestellt wurde, wenn die Kleidung nicht durch seriöse Gütesiegel gekennzeichnet ist. Je öfter Produzenten nach der Herkunft ihrer Textilien gefragt werden, desto größer wird der Druck, diese auszuweisen. Wenn wir wissen, unter welchen Bedingungen Kleidung hergestellt wird, können Missstände aufgedeckt werden.

Fehlkäufe vermeiden

2014 wurden 65 Millionen Tonnen Polyester und Baumwolle produziert. Im Jahr 2020 wird die Menge voraussichtlich auf 110 Millionen Tonnen steigen. Die Belastung der Umwelt durch Baumwoll- und Synthetikfaser-Produktion ist enorm. Pestizide und Chemikalien, die eingesetzt werden, gelangen oftmals ins Grundwasser und können bei Feldarbeiterinnen und -arbeitern schwere gesundheitliche Folgeschäden auslösen.

Noch dazu werten wir durchschnittlich 60% aller unserer Online- und 20% unserer Ladenkäufe als Fehlkäufe! Es ist schon viel erreicht, wenn wir alle vor dem Kauf kurz überlegen, ob uns das Kleidungsstück wirklich passt, ob Farben, Schnitt und Material gefallen. Damit können wir die Verschwendung von Ressourcen deutlich vermindern.

Auf Qualität zu achten, ist ebenfalls sinnvoll: Wie sind Knöpfe und Reißverschlüsse verarbeitet? Wird das Kleidungsstück die Saison überstehen? Wer dennoch mal danebengreift, kann seine Fehlkäufe über Secondhand-Plattformen weiterverkaufen oder spenden.

Shop fair mit Vero & Selvie

Deutschland setzt Trends: Vero trägt Selvie - wir tragen Verantwortung. Dieses Shirt wurde von Näherinnen wie Selvie gemacht - zu gerechten Löhnen, aus nachhaltig angebauter Bio-Baumwolle, frei von giftigen Chemikalien und in einer transparenten Lieferkette mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.
Noch ist fairer Konsum selten. Machen wir Fair Fashion zur Selbstverständlichkeit in unseren Kleiderschränken!