Wir setzen Trends

Wer kauft, trifft Entscheidungen – oft sogar über die Lebensqualität anderer Menschen. Unser Konsumverhalten beeinflusst die Arbeitsbedingungen von Textilarbeiterinnen und -arbeitern weltweit sehr direkt. Wem ein verantwortungsvoller Umgang mit Mensch und Natur wichtig ist, der kann mit bewusstem Kaufverhalten die Lebensumstände sehr vieler Menschen verbessern. Dieses Shirt wird von Schneiderinnen wie Selvie genäht, zu gerechtem Lohn, aus nachhaltiger Baumwolle. Unter Verzicht auf giftige Chemikalien und in transparenten Lieferketten zeigen verantwortungsvolle Labels wie 3Freunde auf, wie nachhaltige Produktion von Kleidung funktionieren kann. 3Freunde ist Hersteller dieses Shirts und eines von nahezu 200 Mitgliedern des Textilbündnis.

Faire Produktion

Was also tun? Glücklicherweise gibt es immer mehr Hersteller, die sich einer fairen und ökologischen Produktion verschreiben. Sie setzen sich ein für gerechte Entlohnung und faire Arbeitsbedingungen entlang ihrer gesamten Lieferkette. Faire Produktion von Kleidung beginnt mit angemessenen Preisen für die Rohstoffe, zum Beispiel Baumwolle: Nur so können Bauern/Bäuerinnen und Baumwollpflücker/-innen ein Einkommen erwirtschaften, das ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Das Verbot von Kinderarbeit, Diskriminierung und Zwangsarbeit wird in allen Produktionsschritten kontrolliert. Auch das Recht der Textilarbeiter/-innen auf die Gründung von Gewerkschaften wird respektiert. Somit sind gemeinschaftliche Tarifverhandlungen möglich, ohne dass die Arbeiterinnen und Arbeiter schwerwiegende Konsequenzen wie den Arbeitsplatzverlust oder Schlimmeres befürchten müssen. Wichtig ist auch, dass Näherinnen und Näher mit geregelten Arbeitszeiten sowie festen Arbeitsverträgen angestellt sind. Darüber hinaus stehen Sicherheit und Gesundheitsschutz an oberster Stelle. Dafür, dass diese Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) von mehr Unternehmen in ihrer Lieferkette eingehalten werden, engagiert sich auch das Textilbündnis.

Bio & ökologische Nachhaltigkeit

Die Art und Weise, wie Baumwolle produziert und verarbeitet wird, macht einen enormen Unterschied. Konventionelle Baumwolle wird meist unter Einsatz großer Mengen an Pestiziden und Insektiziden angebaut. Das kann vor allem für die Feldarbeiter entsetzliche Folgen haben. Jährlich sterben tausende Arbeiterinnen und Arbeiter weltweit an den Folgen von Atemwegserkrankungen sowie an Wasser aus verschmutzten Gewässern. Schließlich kann der Einsatz giftiger Chemikalien aber auch schwere Allergien bei den Trägern dieser Kleidung auslösen. Auch bei der Produktion von Synthetikfasern werden Gewässer und Böden oft mit schädlichen Substanzen verseucht.

Um den Anbau nachhaltiger Baumwolle zu fördern, zahlen mehr und mehr Labels Prämien, damit zum Beispiel biologischer Anbau attraktiver wird. Darüber hinaus werden Shirts, wie sie von 3Freunde und vielen weiteren Mitgliedern des Textilbündnisses angeboten werden, mit nach Global Organic Textile Standard – GOTS – freigegebenen Farbstoffen gefärbt, die für Umwelt und Mensch verträglicher sind.

Zur Nachhaltigkeit gehört auch, dass die ausgemusterte Kleidung schadstofffrei abgebaut werden kann und nicht als Plastikpartikel in den Weltmeeren landet. Sie gelangen nämlich wiederum über den Verzehr von Fisch und Meeresfrüchten in unsere Nahrungskette. Generell spielt der Schutz von Gewässern eine große Rolle: Bei starkem Einsatz von Chemikalien gelangen Giftstoffe ins Grundwasser. Die gesundheitlichen Folgen sind oftmals schwerwiegend.

Wie können wir den übermäßigen Einsatz giftiger Chemikalien eindämmen? Siegelklarheit.de gibt Auskunft darüber, welche Umwelt-Gütesiegel es in der Modewelt gibt. Als Grundregel für Konsumenten gilt: Je greller die Farbe eines Kleidungsstücks, desto wahrscheinlicher ist es, dass giftige Chemikalien beim Färben zum Einsatz gekommen sind.

Klimafreundlich vom Anbau bis zur Lieferung

Die Chemikalien, die beim Anbau von Baumwolle und der Produktion sonstiger Rohstoffe zum Einsatz kommen, können schon bei ihrer Herstellung Mensch und Umwelt gefährden. Sie werden energieintensiv produziert, oftmals unter Verwendung von Erdölprodukten. Wer also in der Kleiderherstellung an Pestiziden oder Kunstdünger spart oder nachhaltig hergestellte Produkte zurückgreift, erreicht eine positivere CO2-Bilanz.

Auch die Produktionskette lässt sich klimafreundlich gestalten: Wird die Baumwolle dort weiterverarbeitet, wo sie angebaut wurde, werden weite Transportwege vermieden und das Shirt reist nicht erst um die ganze Welt, bis es im Laden ankommt.

Transparente Produktionsbedingungen

Bekleidungshersteller und -händler stehen vor der Herausforderung, zum Teil hunderte Zulieferer überprüfen zu müssen, um faire Produktionsbedingungen garantieren zu können. Welche Marken sich auf den Weg gemacht haben, sich dieser Verantwortung zu stellen, kannst du zum Beispiel in der Mitgliederliste des Textilbündnisses einsehen. Die Mitglieder haben sich verpflichtet, sich jährlich messbare und immer anspruchsvollere Nachhaltigkeitsziele zu setzen und diese von einem unabhängigen Dritten kontrollieren zu lassen. Shirts, wie Vero eines trägt und es von Selvie genäht wurde, tragen daher das GOTS- und Fairtrade-Certified-Cotton-Gütesiegel – nicht zuletzt deswegen, weil alle Arbeitsschritte und Stationen transparent gemacht werden.

Im Bereich Fair Fashion gibt es zahlreiche Gütesiegel, die Auskunft über die Produktionsbedingungen geben. Unter www.siegelklarheit.de werden die Siegel und ihre jeweiligen Standards erklärt.

Jedes Fairtrade-zertifizierte Kleidungsstück hat z.B. eine Identifikationsnummer, den FAIRTRADE-Code. Über die Website fairtrade-deutschland.de kann dann der Ursprung der Kleidung nachverfolgt werden.

Bekleidungshersteller stehen vor der Herausforderung, zum Teil hunderte Zulieferer überprüfen zu müssen, um faire Produktionsbedingungen garantieren zu können. Welche Marken sich dieser Verantwortung zum Beispiel stellen, kannst du in der Mitgliederliste des Textilbündnisses einsehen. Die Mitglieder haben sich verpflichtet, sich jährlich messbare und immer anspruchsvollere Nachhaltigkeitsziele zu setzen und diese von unabhängigen Dritten kontrollieren zu lassen.

Shop fair mit Vero & Selvie

Deutschland setzt Trends: Vero trägt Selvie - wir tragen Verantwortung. Dieses Shirt wurde von Näherinnen wie Selvie gemacht - zu gerechten Löhnen, aus nachhaltig angebauter Bio-Baumwolle, frei von giftigen Chemikalien und in einer transparenten Lieferkette mit menschenwürdigen Arbeitsbedingungen.
Noch ist fairer Konsum selten. Machen wir Fair Fashion zur Selbstverständlichkeit in unseren Kleiderschränken!